Vanlife: Warum bin ich so glücklich? VLOG#0022 #dachzelten

Schon komisch.
Wie ein Lebensstil einen plötzlich glücklich macht.
Aber woran liegt das?
Warum bin ich eigentlich jetzt so glücklich?
Was hat Vanlife oder Dachzeltnomadenleben,
was mein früheres Leben nicht hatte?
Schau mein Video dazu.
Der Text / die Transkription (zum Deutsch Lernen) hier:

Warum bin ich so glücklich,
so glücklich,
so glücklich,
so unbeschreiblich glücklich,
so glücklich war ich nie!

Ich bin, glaube ich, seit ich hier in Deutschland bin,
das dritte Mal in Bad Birnbach.
Und ich habe mich gerade so spontan gefragt,
warum ich eigentlich bin,
seit ich dieses Vanlife führe.

Ich kann hin, wo ich will.
Ich habe die absolute Freiheit,
jeden Tag zu entscheiden,
wo ich schlafen will,
wo ich essen will,
wo ich meine Freizeit verbringen will.

Wir sind da!

So. Hier ist Urlaub. Ding-dong!

Wir sind da! Guck!

Wenn ich unsterblich wäre,
was würde ich eigentlich mit der Zeit anfangen,
die ich habe?

Ich glaube, da ich so sprachenbegeistert bin,
und so gerne kommuniziere,
würde ich jeweils, sagen wir mal,
keine Ahnung, wie lange sowas dauert,
die Sprachen zu lernen.
Sagen wir mal,
20 Jahre, um die Sprache eines Tieres zu lernen.
Und dann mit denen kommunizieren.
Stell dir vor, du könntest mit allen Tieren kommunizieren.
Und könntest dann den Menschen erzählen,
was die eigentlich wollen.
Wie das die Welt verändern würde.

Was mich auch total glücklich macht,
ist, dass ich jetzt so viel lese.
Wenn man eine Wohnung hat,
dann hat man meistens einen Fernseher.
Und dann sitzt man total viel Zeit vor dem Fernseher.
Ich meine, wenn es ein interessanter Film ist,
oder eine Dokumentation,
nicht über Hitler, oder, keine Ahnung,
mal.
Aber irgendwie kommt man nach Hause von der Arbeit,
und hockt sich vor den Fernseher,
und dann guckt man Serien oder irgendwelche
Reality Shows,
so sinnlos!
Man kann das Leben selber gestalten
und seinen eigenen Film drehen.
Oder beim Lesen in eine Welt eintauchen,
und sich die Umstände alle selber vorstellen.
Das ist viel interessanter,
als wenn man das alles so vorgesetzt bekommt,
mit Bild und Ton und allem.
Außerdem lese ich jetzt in mehreren Sprachen.
Das eröffnet mir auch ganz andere Möglichkeiten.

Außerdem bin ich früher nie so oft wie jetzt
24 Stunden am Stück wach geblieben.
Das ist vielleicht nicht gesund.
Mein Papa sagt,
das ist Raubbau am Körper.
Aber mir geht’s total gut.
Ich war früher viel öfter krank.
Und mir geht’s gut,
weil es meiner Seele gut geht.
Und das hatte ich vorher nicht.
Mit den Wohnungen.
Ich war in Hamburg fast so glücklich wie jetzt.
Und da bin ich Kurier gefahren.
Mit dem Auto.
Das heißt, ich habe die ganze Zeit im Auto verbracht.
Außer, wenn ich dann irgendwo ausgestiegen bin,
und ich habe ein Paket abgegeben,
und da war es irgendwie total schön.
Irgendwie an der Elbe oder,
keine Ahnung, ich bin nach Kiel gefahren,
und dachte mir, oh, Kiel, und hab mir das angeguckt.
Oder ich bin einfach nach Norderstedt gefahren
und dachte mir, jetzt bin ich schon mal im Norden,
ich melde mich einfach vom Funk ab,
und fahre zur Nordsee,
ich bin doch da nicht mehr weit weg.
Das war auch so eine Freiheit.
Passt ja auch zu Hamburg.
Freie und Hansestadt Hamburg.

Ja, die Autobahn und ich.
Oder: Das Autofahren und ich.
Sowieso, mit dem SUV macht alles viel mehr Spaß,
weil das Auto fährt einfach, und ich lenke nur.
Ich habe eine ganz besondere Beziehung zu meinem Auto.
Er heißt übrigens: Das Viech.
Entsprechend, weil, er ist ein Viech, also,
so ungefähr ein Stier.
Meine Beziehung zu den Autofahrern ist trotzdem ebenso liebevoll.
Ich versetze mich gerne in meine Auto-Mit-Fahrer hinein.
Und wenn zum Beispiel mich einer überholt,
obwohl ich schon schnell fahre,
also ich fahre natürlich, wenn 100 erlaubt ist, 100,
plus eine kleine Toleranz, plus das, was ich versehentlich zu schnell fahre.
Also man muss mich nicht überholen, wirklich nicht.
Aber wenn man natürlich ein Mercedes Cabrio hat,
dann muss man das,
und dann versetze ich mich in den hinein,
und dann kommt von mir dieser Spruch raus:
Ich muss hier vorbei.
Ich habe Geld, ich habe Geld,
lass mich durch, lass mich durch,
ich habe Geld, ich habe Geld,
ich muss es ausgeben.
Ich habe also ein liebevolles Mitverständnis für meine
Mitfahrer, äh, Mitfahrer? Mit-Auto-Besitzer,
das geht nicht so wie bei Mitbewohner,
aber ihr wisst, was ich meine.
Also mir macht fahren Spaß.
Besonders in Deutschland.
Muss ich schon mal sagen.
Yeah.

Was mich auch wahnsinnig glücklich macht,
und vielleicht ist das sogar der wichtigste Faktor von allen:
Ich habe viel mehr Zeit.
Ich pendle nicht, weil ich nicht zu einer bestimmten Wohnung muss.
Ich habe keinen Haushalt.
Das hält einen mindestens 7 Stunden in der Woche auf,
je nachdem, wie groß das Haus ist,
und ich gehe mit dieser Zeit total verschwenderisch um.
Ich plane irrsinnig wenig.
Ich denke mir nur manchmal nach der Nachtschicht.
Irgendwo hin fahren, wo es schön ist,
Und dann fahre ich irgendwo hin,
und dann verbringe ich da Zeit ohne Ende.
Und auch manchmal Zeit mit Dingen,
die eigentlich völlig sinnlos sind.
So wie rum hocken und nichts tun.
Oder auch wenn ich Erledigungen mache:
Ich parke irgenwo in der Nähe von irgendwas,
zum Beispiel vom Waschsalon.
Aber dann gehe ich so einen halben Kilometer zum Waschsalon,
und habe nur die Wäsche dabei,
gehe wieder zurück zum Auto und bringe die frische Wäsche dahin.
Und denke mir, ich könnte ja noch Einkaufen gehen.
Und gehe von da aus wieder einen halben Kilometer
oder einen Kilometer irgendwohin zum Supermarkt,
weil ich mir einbilde, ich will nur beim Bio-Supermarkt einkaufen.
Das sind Wege und Wege, die man sich theoretisch sparen könnte.
Ich könnte ja mit dem Auto da hin fahren.
Aber es ist schön.
Also man sieht was,
und das hatte ich vorher nicht,
ich bin halt einfach auf dem Weg nach Hause noch zum Supermarkt.
Naja, gut, die meisten Sachen habe ich zu Hause erledigt,
waschen und sowas, klar, aber ich habe immer alles verbunden,
sinnvoll verbunden, und jetzt?
Ich habe Zeit ohne Ende.
Und ich kann machen, was ich will.

Ich musste gerade etwas machen, damit ich nicht einschlafe.
Und da bin ich in die Wiese einfach mal gefahren.
Und das Auto meckert, weil hier sind lauter so Grashalme,
so ganz hohe.
Mein Auto ist total unglücklich, weil es denkt, ich baue einen Unfall.
Ich baue aber keinen Unfall.
Es ist einfach nur Pflanzenzeugs.
Und jetzt stehen wir auf einem Bach.
Tja, und jetzt das Ganze wieder zurück.
Ja, Viech, ja, Bro, ist ja gut, ist ja gut,
wir kommen da schon raus.
Ja, siehst du, er vertraut mir.
Ja, nee, nee, nee, nee, ist schon gut,
da ist nichts, es ist nur Gras.
So, Junge, aber du kannst mir dann sagen,
ob da einer kommt.
Ich will nämlich auf die Straße fahren.
Sonst muss ich aussteigen und gucken.
Weil, da sehe ich nichts.
Aber da kommt keiner.
Ich glaube, der Lkw ist inzwischen mindestens 10 km weiter.
Yeah, ich bin wieder wach!

Wir haben uns einen Kaffee geholt,
und ich habe meinen neuen Becher eingeweiht.
Die an der Kasse hat gleich gefragt,
wo ich den her habe.
Vom Kik. Ich hätte lieber gesagt:
Aus dem Fair Trade Laden So-und-so.
Aber gibt’s ja nicht.
Genau. Und meinem Mann ist eingefallen,
dass ich ihm mal vor Jahren einen geschenkt habe,
einen Thermobecher,
und dass er den noch gar nicht benutzt hat,
muss er natürlich demnächst machen,
ist ja viel besser,
weil, dann holt man sich den Kaffee halt,
und dann sitzt man nicht im Biergarten rum,
sondern am See.
Und der ist echt schön.
Der Pullinger See.
Cool.

Eine Sache, die ich früher eher selten,
oder auf jeden Fall nicht so extrem wie jetzt gemacht habe,
ist: Ich personalisiere alle möglichen Dinge.
Ich rede mit den Sachen.
Mit den Pflanzen, mit den Tieren,
aber auch mit den unbelebten Dingen.
Ich spreche zum Beispiel mit meinem Auto.
Ich habe das schon mit dem Fabia angefangen in Teneriffa,
und habe dem immer gut zugeredet:
Du schaffst das.
Du mein Guter, du bist mein ganz Braver, ja,
du schaffst das.
Extremerweise dann am Zirler Berg:
Ja, du schaffst das!
Und es hat halt überhaupt nicht geholfen.
Aber was will man erwarten von einem unbelebten Ding.
Aber ich war dann auch nie sauer auf die Dinge,
wenn die nicht auf meinen Zuspruch reagiert haben oder so.
sondern halt ganz liebevoll, verständnisvoll.
Und es klingt vielleicht seltsam,
aber das hat meine Liebe zu der ganzen Welt erhöht.
weil ich einfach eine Beziehung zu allen Dingen aufgebaut habe.
Das ist in meinem Leben etwas ganz Besonderes geworden.
Dass ich mich mehr verbunden mit der Welt fühle.

Also der Upload hat super funktioniert.
Ich glaube, dass ich nicht mal eine Stunde upgeloaded habe,
und das waren 3 GB.
Heute schon wieder Nachtschicht.
Ich würde am liebsten immer Urlaub machen.
Nächstes Jahr mache ich das auch.
Ich mache eine Nachhilfe-Reise.
Sowas wie eine Lesereise.
Nur dass ich Nachhilfe gebe anstatt Lesen.
Das wird cool.
Meine Route wird sein:
Klar, ich fange von Bayern an.
Und dann erstmal nach Norddeutschland.

Warum ich glücklich bin?
Oder wie ich glücklich bin?
Das ist die Frage.
Zuerst die Henne oder das Ei?
Auf jeden Fall liebe ich Heu!
Das ist einfach so herrlich.
Ich könnte mich da reinlegen.
Aber ich weiß, dass ich dann überall rum zupfen muss.
Ist so schon schlimm genug.

Also, was mich unheimlich glücklich macht,
was ich vorher nicht hatte:
Picknick machen.
Egal was.
Das Praktische ist auch, ich muss überhaupt nicht abspülen.
Das Besteck einfach mit einem Feuchttuch sauber machen.
Und ich koche ja auch nicht.
Also ab und zu gehen wir ins Restaurant.
Wenn was übrig bleibt,
kann ich das dann auch beim Picknick essen.
Und sonst:
Es gibt so viele Sachen, die man beim Picknick essen kann.
Und ich variiere da ganz gerne, also.
Und es ist einfach schöner an der frischen Luft.
Ich gehe auch im Restaurant eigentlich immer auf die Terrasse.
Also da muss es schon 13 Grad haben und regnen,
dass ich nicht draußen sitze.
Ja.

Ja, nicht ganz so einfach, aber geht.
Das macht mich auch glücklich.
Einfach ausziehen, ab in den See. Zum Erfrischen.
Wellen.

Was mich am meisten glücklich macht,
ist, dass ich viel mehr Zeit in der Natur verbringe als früher.
Früher, da bin ich heim gekommen,
dann habe ich den Haushalt gemacht,
dann habe ich vielleicht noch Fernseh geschaut,
Wenn ich mal gut drauf war, habe ich vielleicht noch ein Buch gelesen,
aber in der Natur?
Nur, wenn ich den kompletten Tag frei hatte.
Und jetzt?
Ich habe Feierabend, raus, See, Fluss, Meer, Bach, Berg,
alles für mich da.
Perfekt.

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